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Lyrik

Traumfluss (2009)

Geschlafen wie ein Stein
Umspielt und geformt
Im Bett des Traumflusses
Erfrischt am Morgen aufgewacht
Der nach Frühling roch

Schreibblockade (2009)

Ich grüble und ich sitze
Und hol den Dreck aus dieser Ritze
Die in meinem Schreibtisch gähnt
Habe ich jetzt schon erwähnt
Dass ich denke, starre, koche
Tagelang, gar eine Woche
Dass mein Kopf sich überschlägt
Eine Explosion erwägt
Dass es knackt und schäumt & kracht
Früh am Morgen, in der Nacht
Fühl mich leer und ganz malade
Ich habe eine Schreibblockade

Mir ist so leicht (2009)

mir ist
so leicht
leichtfüßig
lässig und lasziv
labialer labetrunk und
labyrinthisches lachen
lagenweise im lampenlicht
laterna magica — lautlos
doch lebendig — legendär
losgelassen, laisser-faire

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Kleine Tiergeschichten (2009)

Das Krokokind im Kindergarten
Kann es gar nicht mehr erwarten
Es will heraus aus seinem Becken
Um die andern zu erschrecken

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In der Nacht, in der Nacht (2009)

Nächtlicher Kosmos
Wo man sich wieder findet
Gewohnte Gestalten
Umschlungen von Sätzen
In denen man verschwindet
Ganz leicht, ganz leicht

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Für Ludwig W. (2009)

In einer Wörterschachtel
Sitzt ein Käfer fein
Glitzert bunt
Ist einzig artig
Lass ihn riesig, haushoch sein
Zehn Meter steil, ob das wohl reicht?

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Für immer (2009)

Geh nicht zu weit ins rote Meer
Such nicht zu lang
Nach dem Glück
Nach Ausdruck, im Nebel
Der in fahlen Schwaden
Tief in Deine Worte dringt
Erleuchte nicht die Nacht mit zu viel Licht
Um das Leben zu finden
Hab nicht zu viel zu wollen
Von Dir

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Das dreißigste Jahr (2009)

Ein manches Leben ist vorbei
Ein andres liegt noch unberührt
Dem dritten ist es einerlei
Er wurde nie verführt

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Auf meinem stillen Wasser (2009)

Auf meinem stillen Wasser
Reflektieren meine Worte
Spiegel aus Eis
Uneinsehbar
Tief gähnt der See

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Septembergefühle (2008)

Unter blauen Himmelsfetzen
Septembergefühle
Erinnerungen an Wanderungen
In mir selbst
Wo alte, leere Hülsen frührer Worte
Unter meinen Füßen wispern
Und sich im Staub verlieren
Fortgetragen
Vom Sturm, der durch Gedanken fegt

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Muse (2008)

Shakespeare’sche Welten
hinterlassen schmerzhafte Sehnsucht
nach großen Worten

TRÖSTE MICH

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Der Vulkan (2008)

Ein Buch ist’s nur
Papier mit Schrift
Doch lässt es mich erschaudern
So neu, so schön und so vertraut
Erfüllt mich heiß und kalt zugleich
Mit altbekanntem Zaudern

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Wortlos (2007)

Ein Wort steht allein
Und späht
Es sucht
Nach Anschluss

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Schrei mich an (2007)

Bitte schrei mich noch mal an
Komm herbei und komm heran
Sei erzürnt und plautze los
Mach ein Fass auf, riesengroß
Bitte bitte schimpfe doch
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Geschäfte (2007)

Morgens Frühstück im Hotel
Mach ich das erste Business schnell
Mittags flugs im Stammlokal
Hab ich dann die Qual der Wahl
Über jedes der Gerichte
Erzähl ich erstmal ’ne Geschichte
Doch abends ist die beste Zeit
Da hab ich Kunden schnell so weit
Dass sie mir Vertrauen schenken
Und ich kann alles richtig lenken

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