Sicherlich haben sich schon viele Menschen gefragt, was denn den Künstler zum Künstler macht, unabhängig von Interesse und Bildung. Entweder, weil sie das Werk einer Person nicht als Kunst empfanden oder weil sie vom Künstlerdasein, das oft nicht der Wirklichkeit entspricht, beeindruckt sind. Es gibt sicherlich mehr Menschen, die davon träumen, als sie zugeben würden. Das Bild dieser Profession ist verklärt, manchmal wird es auch abwertend betrachtet. (weiterlesen…)
Essays
(II) Wie sie wurden, was sie sind – ein Blick auf die wichtigsten zeitgenössischen Künstler (Jan. 2011)
Im ersten Teil der Serie wurden die mit künstlerischer Schöpfung verknüpften Eigenschaften Abweichung, Stilgefühl, Integrität, die Bedeutung des Handwerks sowie Konzentration vorgestellt, die sich aus der Lektüre von Zitaten von Dichtern, Philosophen und Künstlern über ihre Profession ergeben haben. Im zweiten Teil werden nun die vom Kunstmagazin MONOPOL 2007 bestimmten zehn wichtigsten zeitgenössischen Künstler etwas näher unter die Lupe genommen. Was haben diese Künstler gemein oder worin unterscheiden sie sich? Können aus ihrer Herkunft, ihrer Ausbildung, der Art ihrer ersten und größten Erfolge, aus den von ihnen bevorzugten künstlerischen Methoden und Techniken und aus den in ihren Werken transportierten Botschaften weitere Rückschlüsse darauf, was den Künstler zum Künstler macht, gezogen werden? Die von MONOPOL gewählten wichtigsten Künstler der Gegenwart sind: (weiterlesen…)
(III) Die teuersten Kunstwerke auf Auktionen (Jan. 2011)
Im ersten und zweiten Teil der Serie wurden die mit künstlerischer Schöpfung verknüpften Eigenschaften vorgestellt als auch die vom Kunstmagazin MONOPOL 2007 bestimmten zehn wichtigsten zeitgenössischen Künstler etwas näher unter die Lupe genommen. Im dritten Serienteil geht es nun zurück in die Vergangenheit. Da der gegenwärtige Kunstmarkt eigentlich Marktkunst heißen müsste und sich ständig selbst überbietende Rekordpreise im Zentrum der medialen Kunstberichterstattung stehen, werden diejenigen Künstler ein wenig näher betrachtet, deren Werke auf Auktionen die höchsten Gewinne eingefahren haben (Stand: Mai 2010). Alle zehn Bilder wurden bei Sotheby’s (mit Sitz in New York) oder Christie’s (mit Hauptquartier in London) versteigert. Wir begegnen dem Spanier Pablo Picasso, dem Schweizer Alberto Giacometti, dem Österreicher Gustav Klimt, dem Iren Francis Bacon, dem Niederländer Vincent van Gogh, den Franzosen Claude Monet und Edgar Degas sowie dem Flamen Peter Paul Rubens und ihren Werken. (weiterlesen…)
(IV) Ratschläge für Künstler: Haben Sie so wenig Sex wie möglich! (Jan. 2011)
Im ersten Teil haben wir versucht, aus Worten großer Künstler Eigenschaften zu extrahieren, die den Künstlertypus auf den Punkt bringen. Nun ist es aber leider so, dass diese Worte wohl überlegt und formuliert sind und wir davon ausgehen müssen, dass sie eher einer idealistischen Wunschvorstellung als der nackten Wahrheit genügen. Denn poetische Vorstellungen vom Künstler als „Zeiger des Universums“ oder dem „Priester des Ewigen“, der „den Blick auf die subjektiven Landschaften seiner Seele“ wendet, und dessen „Sinnlichkeit bis in die Fingerspitzen“ reicht, der „von seinem Werk besessen, dabei naiv und unbewußt seiner Schöpferkraft anheimgegeben“ ist, entsprechen zugegebenermaßen nicht mehr dem Anspruch und Ausdruck eines zeitgenössisches Nachwuchskünstlers. (weiterlesen…)
„Kunst muss nur berühren“ und wird es immer tun (Jan. 2011)
Vor fast zweieinhalb tausend Jahren schwärmte Platon: „Wenn es etwas gibt, wofür es zu leben lohnt, dann ist es die Betrachtung des Schönen“. Und dieses Schöne entfaltet sich in voller Pracht nicht nur in der Natur, sondern auch in der Kunst, im Theater oder in der Musik. Doch spätestens seit dem frühen 20. Jahrhundert, der Zeit des Dada und des Surrealismus, tritt die Subversion auf den Plan und tritt gegen die Schönheit an. (weiterlesen…)
Drown Your Brain: Die ertränkten Ikonen (Nov. 2010)
Der englische Künstler Banksy nimmt den Zuschauer in seinem Filmdebüt, einer Dokumentation über Street-Art, mit auf eine Reise durch die Kunst unserer Zeit.
In seinem auf den ersten Blick unangenehm nach Selbstbeweihräucherung riechendem Filmdebüt „Exit through the Gift Shop“ (Gehe über Los, lasse ein paar Euro da!) konterkariert der Superstar unter den Street-Art-Künstlern, der immer noch anonym gebliebene Engländer Banksy, den Kunstbetrieb des 21. Jahrhunderts auf eine intelligente, tiefgründige, ironische und sehr unterhaltsame Weise und offenbart das Wechselverhältnis zwischen Underground und Kommerz.
Durch die Konstruktion einer künstlerischen Karriere gelingt es ihm, die vieldiskutierte und oft gestellte Frage „Was ist Kunst?“ zumindest für ihren Zustand in der Gegenwart auf eine überzeugende Art und Weise zu beantworten. (weiterlesen…)
Innen und Außen – Die Kunst der Wahrnehmung bei Bruce Nauman und Olafur Eliasson (Aug. 2010)
In diesem Sommer haben der wohl bedeutendste, lebende Künstler des amerikanischen Kontinents Bruce Nauman als auch der zurzeit populärste europäische Konzeptkünstler Olafur Eliasson mit Ausstellungen in Berlin reüssiert, in deren Fokus die Metamorphose und Belebung der Empfindungskultur des Menschen stehen.
Der österreichische Philosoph Ludwig Wittgenstein hat sich in seinem Philosophieklassiker des 20. Jahrhunderts, den „Philosophischen Untersuchungen“ (1953), wie seinem Vorwort zu entnehmen ist, mit verschiedenen Dingen näher auseinandergesetzt: mit Bedeutungen, mit Sprache, mit Logik, mit mathematischen Grundlagen, Bewusstseinzuständen und anderem. (weiterlesen…)
Kinderspiel Inspiration – von Kindern Kunst lernen (Mai 2010)
Kinder sind per se Künstler: Architekten, Modeschöpfer, Maler, Musiker oder Sprachkünstler. Als Zweijährige sprechen sie Dada, fangen an, sich im Chaos der Wörter, die ständig um sie herumsirren, diejenigen zu klauben, die ihnen sinnvoll erscheinen.
Kinder fangen bald an, zu dichten oder probieren neue Wortkombinationen aus. Die Sprache des Kindes hat keinen kommunikativen Charakter, sie begleitet nur das Verhalten des Kindes. Das Kind spricht nicht für sich, es drückt sich nicht aus, sondern unterhält sich mit sich selbst, in der Weise, als ob es jemand anders wäre. Diese egozentrische Sprache (weiterlesen…)
Vom Mut zur Inspiration – Eine Ode an die Entökonomisierung des Geistes (Mai 2010)
Welche Rolle spielt die Inspiration in unserer von Globalisierung, Rationalisierung, von Produktivität und Optimierung geprägten Welt – hat die “Beseelung” noch eine Bedeutung?
In einer Zeit, die von Globalisierung, Rationalisierung, von Produktivität und Optimierung geprägt ist, in der aber ebenso das Interesse an Kunst, Mode, Design und Architektur in die europäischen und westlich-orientierten Mittelschichten diffundiert, stellt sich natürlich die Frage: Welche Rolle spielt die Inspiration (weiterlesen…)
